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Was wir machen


Grundlegendes

Das System der Freiwilligen Feuerwehren ist in Österreich sehr weit verbreitet.
In Österreich gibt es in fast jeder Gemeinde zumindest eine Feuerwehr.
Insgesamt stehen mehr als 4.500 Freiwillige Feuerwehren, über 300 Betriebsfeuerwehren sowie 6 Berufsfeuerwehren (Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien) mit insgesamt mehr als 300.000 Mitgliedern bereit.
Im Grunde kann man in Folge davon sprechen, dass das österreichische Feuerwehrwesen fast ausschließlich von Freiwilligen Feuerwehren betrieben wird.
Natürlich gibt es auch noch die Betriebsfeuerwehren.
Großteils sind diese jedoch hauptsächlich für innerbetriebliche Einsätze zuständig und rücken (auch nicht jede) nur bei größeren Einsätzen in Gebiete außerhalb des Firmengeländes aus.
Aufgrund der sehr guten Ausrüstung und Ausbildung und der raschen Alarmierung
über Funk durch die Alarmzentralen gelingt es in den meisten Fällen den
Brand an der Ausbruchstelle einzudämmen oder zumindest auf das betroffene
Objekt zu begrenzen.
Brände, bei denen ganze Orts- oder Stadtteile in Schutt und Asche gelegt werden,
wie dies in vorigen Jahrhunderten immer wieder vorkam,gehören heute der Vergangenheit an!
Trotzdem sind durch den hohen Einzelwert der Objekte oft enorme Brandschäden zu verzeichnen.
Jährlich werden die Feuerwehren in Österreich ca. 30.000-mal zur Hilfeleistung bei Bränden gerufen.
In Summe betragen die dabei von den Feuerwehren geretteten Werte ein Vielfaches der entstandenen Brandschäden.

Was steckt aber nun hinter einer "Freiwilligen Feuerwehr"?

Die Organisation

Die feuerpolizeiliche Gesetzgebung verlangt von jeder Gemeinde dafür zu sorgen, daß in ihrem Bereich mindestens eine personell und sachlich ausreichend ausgestattete und ausreichend geschulte, schlagkräftige öffentliche Feuerwehr besteht. 
Der Feuerwehrkommandant ist hinsichtlich Schlagkraft und Einsatz der Feuerwehr Organ der Gemeinde und hierbei dem Bürgermeister unterstellt, die ihm Unterstellten sind Hilfsorgane der Gemeinde; in diesem Rahmen üben sie eine öffentlich- rechtliche Tätigkeit aus.

Ausbildung

Der "Einsatzwert von Mannschaften" gründet sich im wesentlichen auf die Faktoren

-> ausreichende Anzahl
-> körperliche und geistige Eignung
-> Ausbildung und
-> zuletzt durch ... Motivation

Ausbildungsinhalte haben sich an den Einsatzaufgaben zu orientieren, intensive Ausbildung ist neben modernen Einsatzgeräten die beste Gewähr für optimalen Einsatzerfolg: Die Feuerwehren Österreichs unterziehen daher ihre Mitglieder auf allen in Frage kommenden Einsatzgebieten einer entsprechenden Ausbildung, die sich gliedert in:

-> Ausbildung innerhalb der eigenen Feuerwehr
-> Aus- und Fortbildung an den Landesfeuerwehrschulen
-> Sonder-Ausbildungsveranstaltungen (wie Seminare etc.)
-> Feuerwehrleistungsbewerbe (jährlich in den Bundesländern)

In Österreich bemühen sich acht Feuerwehrschulen in den Bundesländern - in Ergänzung zur unumgänglich erforderlichen "Standortausbildung" - dem (Freiwilligen) Feuerwehrpersonal notwendiges Wissen und Training zu vermitteln.

Katastrophenhilfsdienst

Zur Vorbereitung auf überörtliche Katastrophenfälle haben die österreichischen Feuerwehren den Feuerlösch- und Bergungsdienst (FuB-Dienst) aufgestellt.
Dieser FuB-Dienst setzt sich personell und sachlich aus Einheiten von Feuerwehren zusammen und wird zu Großeinsätzen zusammengezogen.
Er besteht aus Zügen, Bereitschaften und Verbänden und ist vor allem zum Einsatz außerhalb des eigenen Verwaltungsbezirkes bestimmt.
Als Grundsatz gilt, dass die örtliche Einsatzbereitschaft der hierzu eingeteilten Feuerwehren im wesentlichen aber gewahrt bleibt!

Die Feuerwehr ist KEIN Verein!

Die Feuerwehr ist kein Verein, sondern eine Körperschaft öffentlichen Rechtes.
Sie unterscheidet sich von einem Verein in einem ganz wesentlich Punkt: "Die Aufgaben einer Feuerwehr sind gesetzlich geregelt!"
Vergleiche mit, ohne abwertend wirken zu wollen, mit einem Sport- oder Musikverein sind also völlig unangebracht.
Oder kennen Sie einen Fußballer, der ohne Ankündigung um drei Uhr nachts von 0 auf 100 ist, um zu einem Spiel (in unserem Fall Einsatz) auszurücken? Nein? Eben - wir auch nicht!

Unbezahlte Mitgliedschaft

Immer wieder hört man von Betroffenen im Zuge eines Einsatzes die Meinung, die Mitglieder werden sowieso von der Gemeinde für die Einsatzleistung bezahlt.
Speziell bei technischen Hilfeleistungen, weil ja oft eine Rechnung gestellt wird.
Das ist völlig falsch!
Die Einsatzkräfte erhalten keinerlei Bezahlung!
Sie machen Ihren Dienst völlig unentgeltlich und dabei spielt es keine Rolle, ob es zum Zeitpunkt des Alarmes zwei Uhr früh oder sieben Uhr Abends ist.
Die Mitglieder sind nur aus Idealismus oder technischem Interesse oder auch wegen der Kameradschaft Mitglied dieser Körperschaft!
Und niemanden interessiert am nächsten Morgen, ob man die halbe Nacht bei einem Brandeinsatz tätig war und - verständlicherweise - nicht ausgeschlafen ist.

Und - auch die Situation bei den Arbeitgebern - speziell im Ort - ist nicht immer jene, wie man es sich wünschen würde: Nicht jeder Chef erlaubt es, dass ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz seine Arbeitsstätte verlassen darf.
Ein Problem, dass immer aktuell ist aber andererseits rechnet jeder Betroffene damit, dass jemand kommt, wenn man die Notrufnummer 122 wählt.

Wesentliche Budgetentlastung der Gemeinde

Einnahmen, die eine Feuerwehr macht, werden für die Aufrechterhaltung des Betriebes verwendet, sei es für Einsatzbekleidung, Reparaturen, Fahrzeugbeschaffungen oder was auch immer.
Grundsätzlich ist die Aufrechterhaltung einer Feuerwehr Aufgabengebiet der Gemeinde.
Nicht immer, aber doch häufig, ist somit die Feuerwehr ein "rotes Tuch".
Schließlich bringt sie - wirtschaftlich gesehen - nichts und kostet nur.
Ein Umstand, den viele Feuerwehren deutlich spüren.

Sicher hören Sie oft von Feuerwehrfesten, Haussammlungen usw. aber das sind keine Gelder für Ausflüge oder Kameradschaftsfeste.
Auch sie dienen nur dem Zwecke der Feuerwehr und in Folge zum Wohle der Bevölkerung

Haftung

Haben Sie gewusst, dass der Kommandant einer Feuerwehr im Grund mit seinem Privatvermögen haftet?
Jedes Jahr gibt es - Österreichweit - zahlreiche Gerichtsverhandlungen, weil eine Feuerwehr bei einem Einsatz etwas beschädigt hat oder sonst etwas passiert ist!
Im Bezug auf eine allfällige Geldstrafe wird sicherlich die Gemeinde aushelfen, nur eine Eintragung im Strafregister kann niemand anderer auf sich nehmen, als der Einsatzleiter oder eben der Kommandant.
Und trotz dessen gibt es in Österreich Tausende Freiwillige, die diesen "Ehren-Dienst" freiwillig durchführen.

Mädchen für alles

Speziell in den ländlichen Gebieten ist die Feuerwehr meist das Mädchen für alles.
Sie ist da, um Bäume zu fällen, einen Kanal zu spülen, einen Brunnen auszupumpen oder was auch immer.
Und in den meisten Fällen stellen die Feuerwehren keine Rechnung.
Die meisten der Betroffenen geben aber freiwillige Spenden und wissen die Leistungen der Feuerwehr zu schätzen.

Wir hoffen Ihnen damit das Feuerwehrwesen im großen und ganzen etwas näher gebracht zu haben.


Quellenauszüge:
Brandschutzratgeber - Bundesministerium für Inneres, Abteilung für Zivilschutz
sonstige Auszüge aus diversen Feuerwehrinformationsseiten

Zusammengesetzt und Bearbeitet von: LM d. V. Pratter Christian





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